Für die JSP Carla der Jebsen Shipping Partners: Eine alte Technik neu gedacht
Die Verbrauchsreduzierung beim Antriebsmotor im sogenannten Kombinatorbetrieb ist eine altbekannte Technik. In der Vergangenheit wurde das Verstellen der Motorendrehzahl und der Propellersteigung überwiegend durch die fachkundige Hand der Maschinenbesatzung übernommen. Dem geänderten Betriebs- / Geschwindigkeitsprofil der JSP Carla soll mit der Automatisierungsumrüstung Rechnung getragen werden.
Hierbei werden kontinuierlich das Drehmoment an der Antriebswelle und der Verbrauch der Hauptmaschine gemessen und mit Hilfe eines landgestützten Rechenzentrums ein neuer optimaler Betriebspunkt des Antriebsstranges ermittelt sowie die Steigung des Propellers und die Drehzahl des Motors kontinuierlich angepasst. Die durch den Wellengenerator zur Verfügung gestellte reduzierte Netzfrequenz wird mit Hilfe eines Umrichters auf die benötigte Nennnetzfrequenz angehoben.
Der automatisierte intelligente Kombinatorbetrieb führt zu reduzierten Verbräuchen und damit einhergehend reduzierten Emissionen.
Projektstart für die Reederei Sibum: Energieeinsparungen auf See und emissionsfreier Hafenbetrieb
Die Reederei Sibum hat bei der DAMEN Schiffswerft, Niederlande vier Küstenmotorschiffe des bewährten Typs CF 3850 bestellt, die ursprünglich bereits für den Betrieb von Biodiesel, modernem Energiemanagement und einen späteren Ausbau mit einem Hybrid-Antrieb ausgestattet waren.
Die Schiffe konnten jetzt mit Hilfe des Förderprogramms „Nachhaltige Modernisierung von Küstenschiffen“ (NaMKü) mit einer erweiterten Batteriekapazität und einem vollständigen Hybridantrieb ausgestattet werden. Dies ermöglicht einen vollelektrischen Antrieb ohne Schadstoffemissionen. Zudem bringt die Ausstattung mit einem modernen, windunterstützten VentoFoil-Antrieb im Durchschnitt weitere 12% Energieeinsparung auf See.
Der Hafenbetrieb kann völlig emissionsfrei erfolgen, indem die Stromversorgung der Schiffe entweder durch die bordeigenen Batterien oder durch Landstrom mithilfe des vergrößerten Landanschlusses erfolgt.
Dieses ist das Höchstmaß an Innovationen, welche zum heutigen Stand der Technik bei einem Seeschiff möglich sind.
Projektstart zur Installation von Windassistenzsystemen auf sechs Chemikalientankern
Ab März 2025 beginnen weitere Förderprojekte zur Installation von Windassistenzsystemen auf sechs Chemikalientankern der Gesellschaft für Oeltransporte mbH (Gefo). Die Gefo betreibt auf Binnengewässern in Europa 130 Öl-, Gas- und Chemietanker sowie 21 Hochseechemikalientanker im rein europäischen Küstenverkehr. Im Jahr 2024 wurden in zwei Chargen 12 Hochseechemikalientanker mit Edelstahltanks bestellt. Es handelt sich um zehn Schwesternschiffe mit 3.850 tdw sowie zwei Edelstahltanker mit 7.900 tdw. Die Ablieferung erfolgt zwischen 2026 und 2028.
Beide Schiffsserien wurden mit SDC (Hamburg) auf ein Höchstmaß an Treibstoffeffizienz hin entworfen. Ergebnis waren Schiffe mit schlankeren Linien und kleineren Antriebsmaschinen, die im optimalen Verbrauchsbereich fahren können. Auf vier der kleineren, sowie beiden großen Schiffen werden Flettnerrotoren installiert. Es ist geplant, ca. 15% Antriebsleistung einzusparen. Zur Verifizierung werden nach Ablieferung langfristige Vergleichsmessungen mit den unausgerüsteten Schwestern vorgenommen.
Reederei Lauterjung bestellt umweltfreundlichen Schiffsneubau bei der Damen Werft
Die Reederei Lauterjung bestellt einen 3850-dwt-Schiffsneubau bei der Damen Werft. Das Schiff entspricht modernstem Standard in Bezug auf Effizienz. Ausgestattet mit einem CO₂-reduzierten Antriebssystem, kann es mit Biodiesel betrieben werden und nutzt ein innovatives Windantriebssystem, um den Kraftstoffverbrauch weiter zu minimieren.
Zusätzlich wird das Schiff mit einer Batterietechnologie ausgestattet, die zukünftig erweitert werden kann und langfristig den Einsatz fossiler Brennstoffe weiter reduziert. Beide Maßnahmen, sowohl das Windassistenzsystem als auch das Batteriesystem, werden durch das Förderprogramm gefördert. Mit diesem Schritt unterstreicht die Reederei Lauterjung ihr Engagement für eine nachhaltige Schifffahrt und den Schutz der Umwelt. Die Fertigstellung des Neubaus ist für das 4. Quartal 2025 geplant.
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